Schwesternliebe&Wir
Leben mit Kindern

Ein Jahr mit dir // Alles Liebe zum Geburtstag kleines Babymädchen

Vor einem Jahr saß ich morgens beim Frühstück. Irgendwie hatte ich es im Gefühl, dass du dich an diesem Tag auf den Weg zu uns machen wirst. Da war diese innere Unruhe. Dein Papa und deine Schwestern machten sich auf den Weg und ich lenkte mich irgendwie ab. Zuerst setzte ich mich etwas an den Schreibtisch, später brauchte ich Bewegung. Und so wuselte ich durch unsere Wohnung, erledigte hier und da etwas. Das Ziehen im Bauch wurde immer stärker. Es war schon in den letzten Tagen immer wieder da gewesen, aber heute war es anders.

Nach einer Weile war ich mir dann sicher. Heute werden wir dich kennen lernen. Und dann ging es ganz schnell. Gegen Mittag kam dein Papa wieder nach Hause. Ich glaube, er war noch etwas aufgeregter als ich. Er war es auch, der dann irgendwann beschloss, ins Krankenhaus zu fahren. Gegen 14.30 kamen wir dann dort an und nach nicht einmal 1,5 Stunden warst du da – unsere dritte Tochter. Und wie schon bei deinen Schwestern waren wir vollkommen überwältigt. So ein perfekter kleiner Mensch!

Angekommen

Jetzt ist ein ganzes Jahr mit dir vergangen. Ein wunderschönes Jahr, welches uns mal wieder gezeigt hat, was für ein besonderes Geschenk doch so ein Kind ist. Schon nach wenigen Tagen warst du gar nicht mehr wegzudenken aus unserer Familie. Und sofort warst auch du mittendrin angekommen. Denn als wir nach zwei Tagen im Krankenhaus nach Hause kamen, hast du dich dort sofort wohlgefühlt. Wir schliefen schon in der ersten Nacht zu fünft in unserem Familienbett. Alles war irgendwie wie vorher – nur eben zu fünft. Auch wenn ich und du in der ersten Zeit versuchten, alles etwas langsamer zu machen.

In diesem ersten Jahr mit dir haben wir viel erlebt. Du bist schon acht Mal mit uns verreist und warst dabei eine wirklich tolle Reisebegleitung. Selbst die oft sehr langen Autofahrten sind im Großen und Ganzen sehr gut verlaufen. Du verschläfst diese meist oder schaust neugierig aus dem Fenster. An neue Umgebungen kannst du dich schnell gewöhnen, solange ich beim Schlafen neben dir liege. Manchmal brauchst du dann nur etwas mehr Tragezeit.

Getragen wirst du sowieso sehr gern. Auch jetzt nach einem Jahr nutze ich noch täglich das Tragetuch zu Hause, um Dinge erledigen zu können. Und auch unterwegs nutzen wir fast ausschließlich eine Trage oder ein Tuch für dich. Manchmal ist das etwas schwer. Aber ich genieße diese besondere Zeit mit dir trotzdem sehr und hoffe, dass ich dich noch lange tragen darf.

Entwicklung

Bei deiner Entwicklung mache ich mir manchmal etwas Sorgen. Ich weiß zwar, dass da alle Babys ganz unterschiedlich sind und du eher etwas gemütlich bist. Aber so ganz kann ich sie nicht verdrängen, diese Sorgen.

Im letzten Jahr hast du gelernt deinem Kopf zu halt, dich zu drehen und zu robben. Seit einiger Zeit fängst du auch an auf kleinere Hindernisse zu klettern. Und du sprichst schon ganz viel! Wenn du hoch genommen werden möchtest, dann sagst du „Mama am“ und dein „Da da“ zeigt uns immer wieder deine Begeisterung.

Auch essen kannst du inzwischen ganz wunderbar. Voller Neugier probierst du alles aus, was wir dir geben. Du liebst Apfelmus und Bananen. Und als ich dir letzte Woche eine vegetarische Bratwurst angeboten habe war alles andere auf deinem Teller uninteressant. All das isst du ohne Zähne, denn die lassen noch auf sich warten. Zwischendrin liebst du es aber auch immer noch viel gestillt zu werden. Zum Einschlafen, zum Beruhigen oder einfach nur so. Auch da kannst du schon genau sagen, was du möchtest: „Mama Mamam“.

Aber du schläfst inzwischen auch gut ohne deine Milch ein. Wenn ich mal nicht da bin, dann ist das für dich meist okay und du kannst schon sehr gut unterscheiden, dass es bei Mama Milch gibt und woanders eben nicht. An sich bist du ein sehr offenes Baby. Auch wenn du natürlich den Arm von Mama und Papa bevorzugst, so lachst du auch die meisten anderen immer freudig an.

Familie zu fünft

Unsere Familie hast du definitiv bereichert. Wir alle hier lieben dich sehr und sind froh, dass du bei uns bist. Auch wenn deine Schwestern inzwischen manchmal schon etwas genervt sich, wenn du mal wieder dazwischenfunkst mit deinen kleinen Händen. Auch dein Papa und ich sind jeden Tag sehr froh dich zu haben. Manchmal hat uns dieses Leben mit euch Drein zwar deutlich gezeigt, wo unsere Grenzen sind, aber diese haben wir auch schon mit zwei Kindern kennenlernen dürfen.

Wir mussten uns etwas mehr strukturieren, um allem gerecht zu werden. Das hat etwas gedauert und zwischendrin haben wir alte Pläne immer mal wieder über den Haufen geworfen und neue entworfen. Aber inzwischen funktioniert es meist sehr gut – dieses Leben als fünfköpfige Familie.

Es ist schön, dass du bei uns bist. Wir freuen uns alle sehr auf ein zweites Lebensjahr mit dir!

 

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