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Mein Schulkind // das erste Jahr in der Grundschule

Das erste Schuljahr ist vorbei und wir sind angekommen in den großen Ferien. Zum mindestens so ein bisschen, denn in den letzten zwei Wochen hat unsere Große noch die Ferienbetreuung besucht, in der ganz viele Ausflüge gemacht worden. Aber trotzdem merken wir ihr schon jetzt an, wie gut ihr diese Auszeit von der Schule tut. Denn in diesem ersten Schuljahr ist einfach unglaublich viel passiert. Unsere Tochter kann nun lesen, schreiben und rechnen. Sie kennt die Grundbegriffe der Geometrie und kann mit Geld umgehen.

Insgesamt hatte sie wohl viel Spaß in diesem ersten Schuljahr. Denn voller Stolz erzählt sie uns jeden Abend, was sie so alles Neues gelernt hat. Es ist ihr richtig anzusehen, wie stolz sie ist, dass sie jetzt die Bücher hier am Abend vorlesen kann. Auch wenn das natürlich noch recht langsames Lesen ist. Sie übt jeden Tag und in den Urlaub werden wir auf jeden Fall so einige Bücher mitnehmen dürfen. Aber auch beim Rechnen ist es immer wieder erstaunlich, was sie da schon so alles kann. Und vor allem wie viel Spaß sie an Zahlen hat!

Aber auch neben all den schulischen Dingen ist sie in diesem Jahr nochmal besonders groß geworden. Vor dem ersten Schultag hatte ich damals viele Bedenken – hat sie doch dort keine Eingewöhnung, wie damals in der Kita. Vom ersten Tag an musste sie alles allein meistern. Wir haben sie am morgen abgegeben – auf dem Schulhof – und dann ging es los für sie. Ganze acht Stunden Schulalltag von Beginn an allein. Auch sie war glaube ich ziemlich aufgeregt, denn sie kannte ja nicht einmal jemanden dort. Doch sie hat das einfach wunderbar gemeistert. Schnell hat sie erste Freunde gefunden. Und auch mit der Unterrichtsstruktur kam sie schnell zurecht. Was bestimmt auch viel damit zu tun hatte, dass die Lehrerin die Kinder wirklich toll begleitet hat. Diese wurde dann auch schnell sehr bewundert. Und jetzt in den Schulferien vermisst sie vor allem ihre Klassenlehrerin sehr.

Als dann diese erste Eingewöhnungszeit vorbei war, wurde unsere Große mit einem Mal so richtig selbstständig. Schon nach wenigen Wochen lief sie am Nachmittag immer größere Strecken – zusammen mit ihrer Freundin – allein nach Hause. Und auch andere Wege worden dann schnell allein zurückgelegt. So gehen unsere Beiden Töchter inzwischen selbstständig auf den Spielplatz. Sie haben dann immer eine Armbanduhr dabei und wir machen uns eine Zeit aus. Und auch Freunde in unserer Straße werden besucht, ohne das ich sie begleiten muss. Meist schnappt sie sich dann ihren Roller und fährt los. Mit diesem fährt sie übrigens inzwischen auch allein in die Schule – also mit ihrer Freundin.

Vor allem mit unserem Babymädchen war für mich diese neue Selbstständigkeit wirklich praktisch. Denn hat diese mal geschlafen, musste unsere Großen nicht warten oder ich das Babymädchen wecken. Sie konnten jetzt einfach allein losziehen und kamen bis jetzt auch immer wieder pünktlich nach Hause.

Ziemlich groß, aber auch noch manchmal klein

Aber neben all den neuen Dingen, merken wir oft immer noch, dass unsere Große manchmal doch noch ziemlich klein ist. Zum Beispiel, wenn sie sich mal mit ihren Freundinnen streitet. Dann ist sie schnell tief verletzt, braucht viel Trost und Zuspruch. Denn schnell bekommt sie dann das Gefühl, dass sie keiner mag. Und das sie so keinesfalls mehr in die Schule gehen kann. Vor allem am Anfang war das wirklich schwer für sie. Und dann kuschelt sie sich am liebsten einfach nur an uns und mag gar nicht mehr weg.

Und auch die Selbstorganisation fällt ihr nicht immer leicht. Lange Zeit hat sie immer viel zu viele Schulsachen mit nach Hause getragen oder Dinge vergessen. Inzwischen klappt das immer besser, aber das bleibt definitiv noch ein Thema, an dem sie weiter etwas arbeiten darf.

Insgesamt ist das ganze erste Schuljahr doch deutlich positiver verlaufen, als ich erwartet hatte. Unsere Tochter hat sich sehr gut zurechtgefunden und die meisten Hürden allein gemeistert. Schön war das definitiv nicht immer und das frühe Aufstehen macht uns immer noch allen zu schaffen. Aber nun werden wir erstmal die weiteren Ferien in vollen Zügen genießen, einfach mal Pause machen und dann ins zweite Schuljahr starten.

Eure Sarah

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