Schwesternliebe&Wir
Leben mit Kindern

Tragemama // meine geliebten Tragetücher und Tragehilfen

Mit der Geburt meiner dritten Tochter bin ich zu einer richtigen Tragemama geworden. Ich habe zwar auch schon meine großen Töchter getragen, aber bei ihnen war es anders. Ich habe mir damals eine ordentliche Tragehilfe besorgt und diese genutzt. Ohne sie wäre ich auch aufgeschmissen gewesen. Denn vor allem unsere älteste Tochter hat im ersten halben Jahr keinen Kinderwagen akzeptiert. Und auch zuhause war unsere Tragehilfe von großem Nutzen. Denn so hatte ich die Hände frei, um den Haushalt zu erledigen, zu kochen und selbst zu essen. Nur das Duschen war dann noch etwas, wo unsere Tochter abgelegt werden musste.

Eine Tragehilfe empfand ich damals als praktisch. Ich konnte meiner Tochter die benötigte Nähe geben und musste mich aber nicht groß mit dem Thema Tragen auseinandersetzen. Die Schnallen waren schnell eingestellt und ich konnte nichts weiter falsch machen. Eine tolle Lösung für alle Eltern, die es gern einfach haben wollen! Allerdings hörte ich auch relativ früh (mit ca. 9 Monaten) auf mit dem Tragen. Unsere Tochter war schwerer geworden und die Schnallen fingen an zu drückten und alles war irgendwie unbequem. Und so dringend brauchten wir diese Unterstützung durch die Tragehilfe zu diesem Zeitpunkt dann auch nicht mehr.

Große Tuchliebe

Jetzt bei unserer dritten Tochter hat sich das alles ganz anders entwickelt. Schon vor ihrer Geburt habe ich mir endlich mal ein eigenes Tragetuch zugelegt. Da sie im Mai geboren ist, wurde es ein dünnes Sommertuch. Gebraucht und auch von einer eher günstigeren Marke. Optisch ist dieses kein Highlight, aber es lässt sich gut binden. Mit der Zeit versuchte ich neue Bindetechniken und wurde immer sicherer im Umgang mit meinem Tuch. Für Unterwegs nahm ich allerdings immer noch unsere Tragehilfe. Denn das ging einfach schneller.

Nach einiger Zeit kaufte ich mir dann einen Ring-Sling und war schnell begeistert. Dieser bringt nämlich die Eigenschaften eines Tuchs mit sich und lässt sich dabei aber ganz einfach und wunderbar „binden“. Wobei binden an dieser Stelle schon etwas übertrieben ist. Das Tuch des Slings habe ich immer schon Zuhause in den Ring gefädelt und unterwegs dann nur unser Babymädchen hineingesetzt und das Tuch fest gezogen.

Kurze Zeit später habe ich dann nach einem neuen Tuch gesucht, denn ich inzwischen habe ich mein Tragetuch täglich mehrere Stunden genutzt. Diesmal wollte ich ein etwas schöneres Tuch haben. Ich habe mir dann verschiedene Tücher bestellt und diese ausprobiert. Bis ich irgendwann eines gefunden habe, was mir gut gefällt und was sich auch noch gut binden lässt. Da gibt es nämlich tatsächlich große Unterschiede und die Auswahl ist einfach riesig, wenn man erst einmal anfängt sich damit zu beschäftigen. Ich entschied mich für ein Tuch mit hohem Flächengewicht und Bambus-Anteil in Größe 5. Der Bambus sorgt dafür, dass sich das Tuch gut binden lässt und das hohe Flächengewicht macht es sehr stabil. Dadurch werden wir es noch lange nutzen können.

Einige Zeit später fand ich dann meine liebste Bindeweise und stellte fest, dass ich noch ein etwas längeres Tuch bräuchte. Unsere Tochter wurde immer größer und so richtig passte es dann nicht mehr. Außerdem wurde es langsam Frühling und ich wollte gern noch ein „schönes“ Tuch für den Sommer haben. Dünn sollte es sein und auch schwerere Kinder tragen können. Ich entschied mich dann für ein Tuch aus Leinen in Größe 6.

Und jetzt habe ich hier tatsächlich 3 Tücher, einen Ring-Sling und 2 Tragehilfen. Ich bin zu einer richtigen Fragemama geworden und unser Kinderwagen wird wohl noch etwas länger ungenutzt bleiben. Inzwischen trage ich ausschließlich im Tuch und das oft mehrere Stunden täglich. Unterwegs habe ich immer ein Tuch im Rucksack. Und fast wöchentlich probieren das Babymädchen und ich neue Bindeweisen aus. Und wenn sie mal unruhig ist, braucht sie nur das Tuch in meiner Hand zu sehen und schon liegt meist wieder ein Lächeln auf ihrem Gesicht.

Auch wenn ich schon vorher wirklich begeistert vom Tragen gewesen bin, erst mit ihr bin ich so eine richtige Tragemama geworden. Und vermutlich werden hier jetzt wohl noch einige Tücher einziehen müssen. Denn die Begeisterung fürs Tragen wird nicht weniger, sie wird von Tag zu Tag größer und hoffentlich wird unsere Jüngste noch ganz lange ein Tragling bleiben.

Meine Tragetücher und Tragehilfen:

Eure Sarah

 

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