Schwesternliebe&Wir
Leben mit Kindern

Familie // Sechs Monate Babyädchen und Eltern von 3 Kindern

Letzte Woche ist unser kleines Babymädchen schon 6 Monate alt geworden. Ein halbes Jahr! Wahnsinn, wie schnell diese Zeit doch vergangen ist. So spürbar nah erscheinen mir noch immer die ersten Tage mit ihr. Ich erinnere mich noch mit allen Details an ihre Geburt und so richtig realisiert habe ich es noch nicht, dass inzwischen schon so viel Zeit vergangen ist. Dabei haben wir wirklich viel erlebt in den letzten 6 Monaten. Unser Babymädchen war schon auf einer Hochzeit, im Urlaub in Dänemark und hat ein Wochenende in Wuppertal verbracht. Dann war da noch die Einschulung unserer Großen und zwischendrin so viele andere kleinere Erlebnisse, die unseren Alltag gefüllt haben.

Und mittendrin war immer sie, dieses kleine Wunderwesen, welches uns allen immer wieder so viel Freude bereitet. Mitten zwischen all dem ist sie größer geworden. Sie schenkte uns ihr erstes Lächeln und lernte sich zu drehen. Und inzwischen kann sie noch so viel mehr: sie greift nach Dingen und plappert vor sich hin. “DA DA DA”. Anhand der Lage ihrer Töne kann ich inzwischen gut ablesen, wie ihre Stimmung gerade ist. Oft liegt sie am Abend neben uns im Bett und irgendwann ertönt ein schimpfendes “DA DA”. Das heißt dann, dass wir jetzt alle mal fertig werden sollen mit der Auswahl des richtigen Kuscheltieres, dem Eincremen oder dem Noch-schnell-etwas-trinken-gehen. Denn sie möchte jetzt gern endlich, dass wir das Licht ausmachen und schlafen.

Bekommen wir mit 3 Kindern eigentlich noch Schlaf?

Und das große Thema schlafen ist bei uns tatsächlich gar kein großes Thema. Und inzwischen bin ich ja wirklich überzeugt davon, dass unser Babymädchen so gut schläft, weil sie einfach immer ganz viel Nähe bekommt. Schon im Krankenhaus habe ich sie immer zu wir ins Bett genommen. Oft habe ich sie dann bis auf die Windel ausgezogen und direkt auf meinem Bauch schlafen lassen. Zwischendrin wurde dann immer ganz viel gestillt und abgelegt habe ich sie nur um mal auf die Toilette oder unter die Dusche zu gehen.

Auch Zuhause war sie immer auf meinem Arm, im Tragetuch oder hat neben ihren Geschwistern im Familienbett geschlafen. Wenn sie beim Stillen eingeschlafen ist, habe ich sie immer bei uns in der Nähe in ihre Federwiege oder am Anfang in den Stubenwagen zum Schlafen gelegt. Nach einigen Wochen schlief sie auch manchmal (wirklich selten!) ganz allein zwischen dem Trubel auf ihrer Krabbeldecke ein. Meist lag sie dann in Bauchlage, saugte an ihren Fingern und schlief irgendwann ein. Allein im Stubenwagen schlief sie allerdings irgendwie nur in den ersten 3 Wochen. Danach diente dieser nur als Ablage und sie schlief entweder neben ihren Schwestern, im Tragetuch oder der Federwiege. Doch in diese kann ich sie eigentlich nur legen, wenn sie eben zuvor schon von mir in den Schlaf gestillt oder getragen wurde. Trotz alldem war das Schlafen kein wirklich großes Thema bei uns. Denn durch die viele Nähe hat sie wirklich selten geschrieen und ist meist ruhig und zufrieden eingeschlummert. Ich habe aber auch nie erwartet, dass sie allein einschläft. Denn eines habe ich von meinen großen Töchtern gelernt: es dauert oft lange bis Kinder allein einschlafen und auch bis sie irgendwann durchschlafen. Aber das ist okay so und irgendwie habe ich mich daran inzwischen tatsächlich gewöhnt. In der Nacht liege ich dann immer direkt neben unserem Babymädchen und wenn sie wach wird drehe ich mich zu ihr, stille und schlafe selbst direkt weiter. So kann ich trotz der meist 3-6 Stillmahlzeiten in der Nacht quasi durchschlafen. Die Mahlzeiten variieren bei ihr. Sie sind nicht mit dem Alter weniger geworden, sondern einfach unterschiedlich. Schon mit 3 Wochen schlief sie 7 Stunden am Stück. Aber jetzt mit 6 Monaten gibt es auch immer noch viele Nächte mit 6-7 Stillunterbrechungen. Abhängig ist dies eher davon, wie aufregend der Tag war oder ob sie gerade einen Schub hat.

Aber dank unseres Familienbettes kommt unser Schlafmangel meist eher von zu langen Arbeitszeiten oder der Netflix-Sucht. Unsere Töchter schlafen dank der vielen Nähe in den meisten Nächten richtig gut! Und die brauchen hier tatsächlich immer noch alle drei Kinder sehr.

Ganz viel Liebe und Wäscheberge

Das Miteinander zwischen unseren drei Mädels könnte ich mir nicht schöner vorstellen. Schon die zwei Großen haben immer einen wunderbaren Umgang miteinander gehabt. Natürlich gibt es auch hier und da Streit, doch meist sind die Ursachen da leicht zu finden und einer der Beiden ist müde oder hat Hunger. Geht es ihnen gut, dann sind sie eigentlich immer sehr friedlich, spielen gern und viel miteinander und sind einfach tolle Schwestern. Genauso ist es mit dem Babymädchen. Die beiden Großen freuen sich immer sehr sie zu sehen, würden sie am liebsten ständig mit Küsschen überhäufen und Eifersucht habe ich eigentlich noch gar keine bemerkt. Nur manchmal ist unsere Mittlere nicht so ganz glücklich, wenn das Babymädchen mich beim Einschlafen am Abend so sehr vereinnahmt. Doch dann ist sie eher sauer auf mich. Oder auf den Papa, der noch auf Arbeit ist. Trotzdem erscheint es mir die beste Lösung zu sein alle drei zusammen am Abend ins Bett zu bringen. Meist stille ich dann das Babymädchen im Liegen, die Mittlere kuschelt sich an meinen Rücken und mit der Ältesten halte ich Händchen. So können alle drei ganz gut einschlafen. Und vorher werden natürlich alle noch einmal einzeln geknuddelt.

Auch sonst bekommen wir meist alles ganz gut hin. Auf jeden Fall ist unser Kühlschrank meist gut gefüllt (dank dem Abhohl-Service von Rewe, der ist genial!) und unser Haushalt bekommt auch ausreichend Aufmerksamkeit. Naja, manchmal schaue ich mir die prall gefüllten Wäschekörbe an und könnte verzweifeln. Aber das mit der Wäsche und den Kinder scheint irgendwie ein ungelöstes Problem aller Eltern zu sein…

Aber insgesamt würde ich nicht behaupten, dass es wirklich anstrengender geworden ist mit drei Kinder. Wir müssen mehr planen und uns noch ein bisschen besser absprechen. Manches funktioniert nicht mehr gut ohne zusätzliche Hilfe und glücklicherweise kann meine Schwester uns da meist unterstützen. Oder wir bezahlen eben 2 Euro mehr für unseren Einkauf und müssen dieses dann nur noch vor Ort abholen. Ohne die vielen kleinen Dinge die uns den Alltag erleichtern wäre es vermutlich oft zu viel. Und an vielen anderen Stellen müssen wir eben auch einfach Abstriche machen. Unsere Wohnung wird dieses Jahr vermutlich nicht mehr weihnachtlich dekoriert und die morgendliche Dusche findet meist eher mittags statt. Aber das ist okay so (meistens zumindest), denn dafür haben wir drei wundervolle Mädchen. Drei Mädchen deren Kleidung voller Schlamm ich, nach einem Nachmittag im Wald, gern wasche, wenn mich dafür freudestrahlend ein Kind anschaut und mir voller Stolz die gesammelten Schätze zeigt. Und drei Mädchen die ich immer ganz verliebt anschauen muss, wenn sie da nebeneinander friedlich schlafen. Auch wenn sie dabei unser komplettes Bett blockieren.

Anstrengender ist es nicht mit einem Kind mehr. Es war auf jeden Fall eine Umstellung, aber wir alle haben uns ziemlich schnell an das Leben zu Fünft gewöhnt. Irgendwie ist es leichter, wenn ein weiteres Kind dazu kommt. Und für mich war die Umstellung beim ersten Kind auf jeden Fall deutlich schwieriger. Auch wenn unsere erste Tochter bestimmt kein schwierigeres Baby war, als unsere Dritte. Wir hatten damals eben einfach keine Ahnung vom Eltern-sein. Und so sind es vermutlich nicht wir, die es leicht haben mit unserer oft gefühlt so pflegeleichten dritten Tochter. Sie ist es wohl eher, die es leicht hat mit uns.

Das Pummeleinhorn-Spiel von Pegasus Spiele hat Sabrina Frank gewonnen! Herzlichen Glückwunsch!

Eure Sarah

Das magst du vielleicht auch…

No Comments

Leave a Reply